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📦 Dropshipping in Deutschland – Ist das legal?

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ITBOM
(@nozzle21)
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Themenstarter  

🔍 Einleitung: Warum sich so viele diese Frage stellen

Immer mehr Menschen wollen 2025 mit einem Online-Business starten – insbesondere mit Dropshipping. Der Einstieg scheint einfach:
Kein Lager, keine Vorabinvestitionen, kein Risiko bei der Beschaffung. Doch genau wegen dieser Einfachheit fragen sich viele:

„Ist Dropshipping in Deutschland überhaupt legal?“
„Was muss ich steuerlich oder gewerblich beachten?“

Als jemand, der selbst seit Jahren im E-Commerce tätig ist und regelmäßig mit Gewerbeamt, Steuerberater und Zollbehörden zu tun hat, kann ich sagen:
👉 Ja, Dropshipping ist legal – aber nur, wenn du die Regeln einhältst.


✅ Ist Dropshipping legal in Deutschland?

Ja, Dropshipping ist grundsätzlich erlaubt – es ist ein ganz normales Geschäftsmodell im Online-Handel. Du verkaufst Produkte an Kunden, die dann direkt vom Lieferanten (z. B. aus der EU, China, USA) verschickt werden.

Aber:
❗ Du bist der juristische Anbieter gegenüber dem Kunden. Das heißt:

  • Du musst ein Gewerbe anmelden

  • Du bist steuerlich verantwortlich

  • Du musst alle rechtlichen Pflichten eines Onlinehändlers erfüllen


📝 Gewerbeanmeldung – Pflicht für alle Dropshipper

Wenn du regelmäßig und mit Gewinnerzielungsabsicht handelst, brauchst du in Deutschland ein angemeldetes Gewerbe. Das gilt auch, wenn du nur „testest“ oder am Anfang „kaum verdienst“.

Welche Rechtsform ist sinnvoll für Einsteiger?

  • Einzelunternehmen (Einzelkaufmann/frau) – schnell, günstig, unkompliziert ✅

  • GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) – wenn ihr zu zweit startet

  • UG (haftungsbeschränkt) – mit Haftungsbegrenzung, aber mehr Bürokratie

  • GmbH – erst bei größeren Umsätzen sinnvoll

📌 Tipp: Zur Anmeldung gehst du zum örtlichen Gewerbeamt oder nutzt das Online-Portal deines Bundeslandes. Kosten: meist 20–50 €.

🖱️ Mehr Infos:
https://www.gruenderplattform.de/gewerbeanmeldung


💰 Steuern & Finanzamt – Was kommt auf dich zu?

Nach der Gewerbeanmeldung meldet sich das Finanzamt bei dir. Du erhältst den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung, den du ausfüllen musst.

Steuern, die beim Dropshipping anfallen:

  • Einkommensteuer (auf den Gewinn)

  • Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer auf Verkäufe)

  • Gewerbesteuer (ab ca. 24.500 € Gewinn pro Jahr)

📌 Umsatzsteuerpflicht gilt ab 22.000 € Umsatz im Vorjahr (Kleinunternehmerregelung möglich – § 19 UStG)

ACHTUNG bei Lieferanten im Ausland:

  • Du musst oft Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) anmelden und ggf. Vorsteuer ziehen

  • Innergemeinschaftliche Erwerbe (z. B. aus Polen oder Spanien) unterliegen besonderen Meldepflichten

Mehr dazu findest du bei deinem Steuerberater oder z. B. hier:
https://www.ihk.de/steuern-und-dropshipping


🚛 Zoll & Einfuhr – Wer trägt die Verantwortung?

Wenn dein Lieferant außerhalb der EU sitzt (z. B. China, USA), gelten besondere zollrechtliche Vorschriften.

Wichtige Punkte:

  • Der Kunde wird in der Regel Importeur, aber du haftest für die rechtliche Korrektheit der Lieferung

  • Wenn dein Name auf der Rechnung oder dem Paket steht, kannst du als Importeur gelten

  • Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) wird oft vom Versanddienstleister erhoben und muss in deiner Kalkulation berücksichtigt werden

📌 Bei vielen Plattformen wie Aliexpress oder CJ Dropshipping gibt es DDP-Versand („Delivered Duties Paid“) – hier übernimmt der Anbieter Zoll & EUSt. Aber du musst das rechtlich sauber kommunizieren.

🔗 Info beim Zoll: https://www.zoll.de


📃 Rechnungsstellung & Impressum – rechtliche Pflichten

Auch als Dropshipper musst du korrekte Rechnungen stellen – auch, wenn du selbst die Ware nicht verschickst.

Deine Rechnungen müssen enthalten:

  • Vollständiger Name & Anschrift

  • USt-ID (falls vorhanden)

  • Datum & Rechnungsnummer

  • Beschreibung der Leistung

  • Nettopreis, Umsatzsteuer, Bruttopreis

Impressumspflicht für deinen Onlineshop:

  • Anbieterkennzeichnung nach § 5 TMG

  • Hinweis auf EU-Streitschlichtung

  • Angaben zum Unternehmen, E-Mail, Telefon (ggf. Registergericht)

🖱️ Impressumsgenerator: https://www.e-recht24.de/impressum-generator.html


🔐 Datenschutz & AGB – Diese Dokumente brauchst du

Als Onlinehändler bist du verpflichtet, auf deiner Website folgende Dokumente korrekt darzustellen:

  • AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen)

  • Widerrufsbelehrung

  • Datenschutzerklärung nach DSGVO

  • Versandinformationen & Zahlungsbedingungen

📌 Tipp: Nutze geprüfte Anbieter wie Händlerbund, IT-Recht Kanzlei oder Trusted Shops, um abmahnsichere Texte zu bekommen.


⚠️ Produkthaftung & Sicherheit – Deine Verantwortung als Händler

Auch wenn du die Produkte nicht selbst herstellst, bist du der juristische Verkäufer und haftest:

  • für Produktmängel

  • für fehlende Sicherheitszertifikate (z. B. CE-Kennzeichnung bei Elektronik)

  • bei gesundheitlichen Schäden durch gefährliche Produkte

📌 Informiere dich vor allem bei Produkten aus China!
Die Verantwortung liegt immer bei dir, nicht beim Lieferanten.

Mehr zur CE-Kennzeichnung: https://www.ce-zeichen.de


💥 Typische Risiken & Fehler im Dropshipping

Viele Dropshipper begehen teure Fehler am Anfang. Hier ein paar Klassiker:

  • Keine Gewerbeanmeldung → Bußgeld

  • USt-ID fehlt oder falsch verwendet → Steuernachzahlung

  • Keine DSGVO-Texte → Abmahnung

  • Falsche Versandzeiten auf der Website → Kundenbeschwerden & Rückbuchungen

  • Keine CE-Zertifikate → Strafrechtliche Konsequenzen

  • Lieferung direkt aus China → Zollprobleme beim Kunden

Schlimmster Fall:
PayPal-, Amazon- oder Shopify-Konto wird gesperrt wegen Verstößen gegen AGB oder Gesetz.


🧭 Fazit & Empfehlungen

Ja, Dropshipping ist legal in Deutschland – aber nur, wenn du dich an die rechtlichen Rahmenbedingungen hältst.

Was du brauchst:

  • ✅ Gewerbeanmeldung

  • ✅ Registrierung beim Finanzamt

  • ✅ Rechtssichere Website mit Impressum, AGB, Datenschutz

  • ✅ Klarheit über Steuerpflicht & Zoll

  • ✅ Verantwortung für Produktqualität & Sicherheit


🔗 Nützliche Ressourcen für Gründer:


📣 Deine Meinung & Fragen

Du hast Fragen zum rechtssicheren Einstieg ins Dropshipping?
Oder eigene Erfahrungen mit Gewerbeamt, Finanzamt oder Zoll?

🗣️ Teile sie mit der Community – direkt hier im Thread oder im Bereich „Recht & Steuern für Onlinehändler“ unseres Forums.


   
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